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25 Jahre Interdisziplinärer Suchtkongress: Spannende Impulse und neue Perspektiven für die Suchtmedizin

Vom 3. bis 5. Juli 2025 fand in München der 25. Interdisziplinäre Kongress für Suchtmedizin (IKS) statt – der größte deutschsprachige Fachkongress für Suchtmedizin.
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Mit seinem breit gefächerten Programm gab der diesjährige „Jubiläumskongress“ einen intensiven Einblick in aktuelle Entwicklungen der Suchtmedizin und ermöglichte zugleich den fachlichen Austausch auf hohem Niveau. In thematisch vielfältigen Vorträgen, Diskussionsrunden und Workshops wurden unter anderem die Herausforderungen im Umgang mit alten und neuen chemischen Drogen, Stigmatisierung und ihre Folgen sowie neue Erkenntnisse und Entwicklungen im Bereich der Tabakabhängigkeit und Opioidsubstitution beleuchtet. Ein besonderer Fokus lag auf der aktuellen Situation auf dem Substanzmarkt: Anhand von Patient:innenberichten und Analysen sichergestellter Drogenproben wurden die Risiken durch das vermehrte Auftreten neuer synthetischer Substanzen wie Fentanyl und Nitazenen verdeutlicht. Auch Verunreinigungen mit Wirkstoffen aus der Tiermedizin, darunter Ketamin und Xylazin, wurden thematisiert. Internationale Vergleichsdaten sowie die jüngste Entscheidung Chinas, alle Nitazene und weitere neue psychoaktive Substanzen unter nationale Kontrolle zu stellen, lieferten zusätzliche Impulse. Die Beiträge unterstrichen die wachsende Bedeutung gezielter Analysen, eines kontinuierlichen Monitorings und intensiver Forschung zu neuen Drogen. Weitere Schwerpunkte lagen auf innovativen Therapieformen wie der Psychedelika-assistierten Psychotherapie und auf digitalen Anwendungen in der Suchtbehandlung.

Besonderes Interesse galt dem von Ethypharm unterstützten Industriesymposium „Substitutionsbehandlung in Theorie und Praxis – Neue Leitlinienempfehlungen und Versorgungsalltag“. Prof. Dr. Michael Soyka (München) präsentierte dort erste Einblicke in die neue S3-Leitlinie zur Substitutionsbehandlung. Neben praxisrelevanten Empfehlungen skizzierte er anschaulich den Prozess der Leitlinienentwicklung und erläuterte zentrale Studien, die in die Entwicklung eingeflossen sind. Im zweiten Vortrag stellte Joseph Kranert (Regensburg) das Vergabemanagement eines der größten suchtmedizinischen Versorgungszentren Süddeutschlands vor und schilderte ein Jahr praktischer Erfahrung mit Buprenorphin als Lyophilisat zum Einnehmen (Espranor®), veranschaulicht durch aktuelle Patientenfälle. Im Anschluss an die Vorträge entwickelte sich eine lebendige Publikumsdiskussion, bei der auch individuelle Versorgungsrealitäten thematisiert wurden. Zwei Kurzinterviews mit den Referenten rundeten das Symposium ab und gaben Einblicke in ihre persönlichen Eindrücke vom Kongressgeschehen.

Der 25. Interdisziplinäre Kongress für Suchtmedizin hat eindrucksvoll gezeigt, welche zentrale Rolle diese Veranstaltung für die Weiterentwicklung suchtmedizinischer Versorgung in Deutschland spielt. Er überzeugte durch praxisnahe Impulse, wissenschaftliche Tiefe und vielfältige Perspektiven – und bot auch in diesem Jahr erneut eine wichtige Plattform für interdisziplinären Dialog und kollegialen Austausch.

Wer das von Ethypharm unterstützte Symposium verpasst hat oder noch einmal anschauen möchte, kann die Inhalte nachholen.

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Espranor 2 mg Lyophilisat zum Einnehmen, Espranor 8 mg Lyophilisat zum Einnehmen. Wirkstoff: Buprenorphin. Zusammensetzung: Jedes Lyophilisat zum Einnehmen enthält 2 / 8 mg Buprenorphin (als Hydrochlorid) und 0,5 / 2 mg Aspartam (E951). Sonstige Bestandteile: Gelatine, Mannitol (Ph.Eur.), Minz-Aroma, Citronensäure. Anwendungsgebiete: Substitutionstherapie bei Opioidabhängigkeit im Rahmen medizinischer, sozialer und psychotherapeutischer Maßnahmen. Zur Behandlung von Erwachsenen und Jugendlichen ab 15 Jahren, die einer Suchtbehandlung zugestimmt haben. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile, schwere respiratorische Insuffizienz, schwere Leberinsuffizienz, akuter Alkoholismus oder Delirium tremens, gleichzeitige Anwendung von Opioid-Antagonisten (Naltrexon, Nalmefen) für die Behandlung von Alkohol- oder Opioidabhängigkeit. Nebenwirkungen: Sehr häufig: Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Hyperhidrosis, Asthenie, Arzneimittelentzugssyndrom, Schmerzen; Häufig: Bronchitis, Infektion, Influenza, Pharyngitis, Rhinitis, Lymphadenopathie, Appetitlosigkeit, Unruhe, Angst, Depression, Feindseligkeit, Nervosität, Benommenheit, Paranoia, anormales Denken, Vertigo, Schwindel, Hypertonie, Migräne, Parästhesie, Schläfrigkeit, Synkope, Tremor, Lakrimationsstörung, Mydriasis, Verlängerung des QT-Intervalls im EKG, Palpitationen, orthostatischer Blutdruckabfall, Vasodilatation, Nasenfluss, Husten, Dyspnoe, Gähnen, Obstipation, Diarrhoe, Mundtrockenheit, Dyspepsie, gastrointestinale Störungen, Flatulenz, Zahnerkrankungen, Erbrechen, Bauchschmerzen, Hautausschlag, Arthralgie, Rückenschmerzen, Knochenschmerzen, Muskelspasmen, Myalgie, Nackenschmerzen, Dysmenorrhoe, Brustschmerzen, Schüttelfrost, Unwohlsein, periphere Ödeme, Pyrexie; Gelegentlich: Halluzinationen, Atemdepression, Lebernekrose, Hepatitis; Sehr selten: anaphylaktischer Schock, angioneurotisches Ödem (Quincke-Ödem), Bronchospasmus; Häufigkeit nicht bekannt: Karies. Warnhinweise: enthält Aspartam (E951). Espranor ist nicht mit anderen Buprenorphin-haltigen Arzneimitteln austauschbar. Die Dosis kann bei Espranor anders sein als bei anderen Buprenorphin-haltigen Arzneimitteln. Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. Verschreibungspflichtig, Betäubungsmittel. Stand: 10.12.2024. ETHYPHARM GmbH, 12529 Schönefeld. HWG-ESP-2-8-102024-01

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