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Zum Nachweis der selbstkonservierenden Eigenschaften des Konzentrats wurden 2 Produktionschargen untersucht. Die chemische Stabilität bei Mehrfachentnahme wurde ebenfalls geprüft. Die Dauer der Untersuchungen betrug gemäß Europäischer Pharmakopöe [1] 28 Tage bei Lagerung bis zu 25 °C.

Argatroban 100 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung bestand diesen höchst stringenten Test (Kriterium A) der Europäischen Pharmakopöe hinsichtlich „Wirksamkeit antimikrobieller Präservation“ (Ph. Eur. Monograph 5.1.3, [1]). In diesem Testverfahren wird das Produkt verschiedenen Mikroorganismen (Bakterien und Pilzen) bis zu 28 Tage ausgesetzt. Die gesamten Untersuchungen wurden in einem GLP-geprüften Labor durchgeführt.

Die Ergebnisse sind in der nachstehenden Tabelle zusammengefasst.

Tabelle: Ergebnisse der mikrobiologischen Prüfung zum Nachweis der selbstkonservierenden Eigenschaften des Argatroban-Konzentrats gemäß Kriterien A der Ph. Eur. Monograph 5.3.1. [1]
*) Zeitpunkt, zu dem alle Organismen geprüft wurden
**) C = entsprechend der Ph. Eur. 5.3.1. [1] (microbial count, Keimbelastung gemäß Kriterien A der Ph.Eur. Monograph 5.3.1.)

Die Ergebnisse der Zeitpunkte 0 h (unmittelbar nach Kontamination der Lösung), 7 Tage und 28 Tage belegen, dass Argatroban einen Effekt ausübt, der einer kompletten Abtötung aller oben genannten Organismen entspricht (Criterion A of Ph. Eur. Monograph 5.3.1, [1]).

Alle Komponenten der Primärpackmittel erfüllen die Spezifikationen für eine Mehrfachentnahme gemäß den Anforderungen der Europäischen Pharmakopöe, Abschnitt 3.2.9 „Rubber closures for containers for aqueous parenteral preparations etc.“ [1]. Die Untersuchungen hinsichtlich Durchlässigkeit, Fragmentierung und selbstschließenden Eigenschaften des Chlorbutylgummistopfens wurden bestanden.

Die chemische und physikalische Stabilität der gebrauchsfertigen Zubereitung wurde für bis zu 14 Tage bei 25 °C und bei 2 – 8 °C in 9 mg/ml (0,9 %iger) Natriumchlorid-Infusionslösung, 50 mg/ml (5 %iger) Glukose-Infusionslösung oder Ringer-Lactat-Lösung zur intravenösen Infusion nachgewiesen.[1]

Die verdünnte Lösung darf nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden.[1]

Lichtschutzmaßnahmen wie Abdecken der intravenösen Schläuche mit Folie sind nicht erforderlich. Es traten keine signifikanten Aktivitätsverluste durch intravenöse Schläuche bei simulierten Infusionen der Lösung auf.[1]

Aus mikrobiologischer Sicht sollte die gebrauchsfertige Lösung sofort verwendet werden.[1]

Wenn die gebrauchsfertige Zubereitung nicht sofort eingesetzt wird, ist der Anwender für die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich. Sofern die Herstellung der gebrauchsfertigen Zubereitung nicht unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen erfolgt, ist diese nicht länger als 24 h bei 2 – 8 °C aufzubewahren.[1]

Dies bedeutet, dass bei kontrollierter steriler Portionierung Teilmengen nach Bedarf aus der Durchstechflasche entnommen werden können und die gebrauchsfertige Lösung so bis zu 14 Tagen verwendet werden kann.

Abweichende Aufbewahrungszeiten und Lagerbedingungen liegen in der Verantwortung des Anwenders.[1]