Epilepsie
Epilepsien gehören zu den häufigsten chronischen Erkrankungen bei Kindern
Epilepsien gehören zu den häufigsten chronischen Krankheiten bei Kindern.[1] Circa 0,5 % aller Kinder und Jugendlichen sind davon betroffen.[2] Leichtere Epilepsieformen schränken die Erkrankten in der Regel kaum ein.[2] Schwere Formen mit häufigen und starken Anfällen können die Kinder und die ganze Familie stark belasten.
Die Erkrankung erfordert in all ihren Ausprägungen besondere Aufmerksamkeit bei den Betroffenen und eine engmaschige Betreuung durch die Angehörigen und die behandelnden Ärztinnen und Ärzte. Ethypharm unterstützt sie dabei – indem wir einen bewährten Wirkstoff für die orale Zusatztherapie besonders kindgerecht gemacht haben.
Behandlung von Epilepsie bei Kindern
Eine Epilepsie-Erkrankung lässt sich bei vielen Kindern und Jugendlichen gut behandeln. Manchmal legt sie sich nach einigen Jahren der Behandlung ganz und die Anfälle bleiben vollständig aus. Manche Epilepsien bleiben aber ein Leben lang.[2] Schon einige Wochen nach der Diagnose können Ärztinnen und Ärzte oftmals einschätzen, wie die Erkrankung langfristig verlaufen wird und welche Art der Behandlung sich anbietet.[2] Für die Behandlung von Epilepsieerkrankungen stehen derzeit verschiedene Optionen zur Verfügung. Neben der medikamentösen Behandlung[3] [4], zu der auch der Wirkstoff Cannabidiol[5] gehört, umfasst das Therapiespektrum die Umstellung der Ernährung auf eine ketogene Diät[6] sowie epilepsiechirurgische Eingriffe[7] [8] [9] inkl. Neurostimulationsverfahren[9].
Die medikamentöse Behandlung
In der Behandlung von Epilepsien sind Medikamente oft das Mittel der ersten Wahl.[4] [10] Zur Behandlung stehen verschiedene Medikamente – auch in kindgerechter Galenik – zur Verfügung, die im Einzelfall ausprobiert werden müssen. Bei etwa 60 % der mit Medikamenten behandelten Kinder führt bereits das erste Medikament zur Anfallsfreiheit. Bei weiteren 10 % kann das zweite Medikament die Anfälle erfolgreich reduzieren. Ein Drittel der betroffenen Kinder hat trotz medikamentöser Behandlung weiterhin epileptische Anfälle.[2]
Die ketogene Diät
Die ketogene Diät ist eine strenge Form der Low-Carb-Ernährung, bei der die Kinder auf weitestgehend auf Kohlenhydrate verzichten müssen.[6] In der Folge stellt sich der Stoffwechsel um und der erhöhte Gehalt an Fettsäuren im Blut soll die Signalübertragung im Gehirn beeinflussen. Der genaue Wirkmechanismus ist nach wie vor unklar[2], aber durch die Umstellung auf eine ketogene Ernährung können die Anfallsraten häufig deutlich reduziert werden und teilweise kann sogar Anfallsfreiheit erreicht werden. Eine besondere Herausforderung ist die Compliance durch den kompletten Verzicht auf Brot, Nudeln, Reis, Süßigkeiten und Co. sowie mögliche Nebenwirkungen wie Übelkeit, Durchfall oder Verstopfung.[2] [6]
Chirurgische Eingriffe
Eine Operation ist nur dann möglich, wenn die Anfälle von einem einzelnen, ganz bestimmten Ort im Gehirn ausgehen (fokale Epilepsie). Epilepsien, bei denen die Anfälle das gesamte Gehirn oder alternierend die rechte und linke Gehirnhälfte betreffen, können nicht operativ behandelt werden.[7] [8] [15] Zur Abklärung sind umfangreiche Untersuchungen mit MRT, Videoaufzeichnungen mit EEG und neuropsychologischer Untersuchung notwendig – auch um das Hirnareal zu lokalisieren, von dem die Anfälle ausgehen.[15] [16] Neben der Entfernung von Hirngewebe oder der gezielten Durchtrennung von Nervenbahnen[15] ist auch die Implantation einer Elektrode zur Stimulation des Vagusnervs möglich[9] [15].
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Referenzen & Pflichttexte
- Todt H. Epilepsie. Pädiatrie. 2019:169–77. German.
- Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Epilepsie bei Kindern: Formen und Behandlung. Stand der Information: 5. April 2023. Abrufbar unter: https://www.gesundheitsinformation.de/epilepsie-bei-kindern-formen-und-behandlung.html (letzter Zugriff: April 2024).
- Deutsche Epilepsievereinigung e. V. Medikamentöse Behandlung – Übersicht und Notfallbehandlung. Stand der Information: Januar 2020. Abrufbar unter: https://www.epilepsie-vereinigung.de/wp-content/uploads/2020/01/Medikamentoese-Behandlung-Nofallbehandlung-Stand-1-20.pdf (letzter Zugriff: April 2020).
- Deutsche Epilepsievereinigung e. V. Medikamentöse Behandlung – Vorgehensweise. Stand der Information: Januar 2020. Abrufbar unter: https://www.epilepsie-vereinigung.de/wp-content/uploads/2020/01/Medikamentoese-Behandlung-Vorgehensweise-Stand-1-20.pdf (letzter Zugriff: April 2020).
- Deutsche Epilepsievereinigung e. V. Cannabispräparate in der Epilepsiebehandlung. Stand der Information: Dezember 2019. Abrufbar unter: https://www.epilepsie-vereinigung.de/wp-content/uploads/2020/01/Cannabisprodukte-in-der-Epilepsiebehandlung.pdf (letzter Zugriff: April 2020).;
- Deutsche Epilepsievereinigung e. V. Ketogene Diäten in der Epilepsiebehandlung Stand der Information: Dezember 2019. Abrufbar unter: https://www.epilepsie-vereinigung.de/wp-content/uploads/2020/01/Ketogene-Diaeten-in-der-Epilepisebehandlung.pdf (letzter Zugriff: April 2020).;
- Deutsche Epilepsievereinigung e. V. Epilepsiechirurgie bei Kindern und Jugendlichen. Stand der Information: Januar 2019. Abrufbar unter: https://www.epilepsie-vereinigung.de/wp-content/uploads/2019/02/Epi_Epilepsiechirurgie-Kinder_0119-Bundesverband.pdf (letzter Zugriff: April 2020).;
- Deutsche Epilepsievereinigung e. V. Epilepsiechirurgie bei Erwachsenen. Stand der Information: Januar 2019. Abrufbar unter: https://www.epilepsie-vereinigung.de/wp-content/uploads/2019/02/Epi_Epilepsiechirurgie-Erwachsene_0119-Bundesverband.pdf (letzter Zugriff: April 2020).;
- Deutsche Epilepsievereinigung e. V. Neurostimulation in der Epilepsiebehandlung. Stand der Information: Januar 2019. Abrufbar unter: https://www.epilepsie-vereinigung.de/wp-content/uploads/2020/01/Medikamentoese-Behandlung-Nofallbehandlung-Stand-1-20.pdf (letzter Zugriff: April 2020).
- Deutsche Epilepsievereinigung e. V. Epilepsie bei Kindern und Jugendlichen. Stand der Information: Dezember 2022. Abrufbar unter: https://www.epilepsie-vereinigung.de/wp-content/uploads/2022/12/Epi-bei-Kindern-und-Jugendlichen-PC-2023.pdf (letzter Zugriff: April 2020).
- Fachinformation Epidyolex 100 mg/ml Lösung zum Einnehmen. Stand der Information: Mai 2023.
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- Seeck M. Dtsch Arztebl. 2015;112(49): [4].
Epaclob 1 mg/ml Suspension zum Einnehmen
Epaclob 2 mg/ml Suspension zum Einnehmen
Wirkstoff: Clobazam. Zusammensetzung: 1 ml Suspension enthält 1 mg / 2 mg Clobazam. Sonstige Bestandteile: Sorbitol (E420), Xanthangummi (E415), Acesulfam-Kalium (E950), Himbeeraroma (enthält Propylenglykol (E1520), Natriumpropyl-4-hydroxybenzoat (E217), Natriummethyl-4-hydroxybenzoat (E219), Dinatriumdihydrogenphosphat-Dihydrat (zur pH-Einstellung), Natriumdihydrogenphosphat-Dihydrat (zur pH-Einstellung), Gereinigtes Wasser. Anwendungsgebiet: Epaclob Suspension zum Einnehmen kann als adjuvante Therapie bei Epilepsie bei Erwachsenen und Kindern über 2 Jahre eingesetzt werden, wenn die Standardbehandlung mit einem Antiepileptikum oder mehreren Antiepileptika fehlgeschlagen ist. Epaclob Suspension zum Einnehmen darf bei Kindern im Alter von 1 Monat bis 2 Jahren nur in außergewöhnlichen Situationen verwendet werden, wenn eine klare Epilepsieindikation vorliegt. Gegenanzeigen: Epaclob Suspension zum Einnehmen darf nicht angewendet werden bei Patienten mit einer Überempfindlichkeit gegenüber Benzodiazepinen oder einen der sonstigen Bestandteile, bei Patienten mit Drogen- oder Alkoholabhängigkeit in der Vorgeschichte (erhöhtes Risiko der Entwicklung einer Abhängigkeit), bei Patienten mit Myasthenia gravis (Risiko der Verschlimmerung der Muskelschwäche), bei Patienten mit schwerer Ateminsuffizienz (Risiko der Verschlimmerung), bei Patienten mit Schlafapnoe-Syndrom (Risiko der Verschlimmerung), bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung (Risiko der Auslösung einer Enzephalopathie), bei stillenden Frauen und bei akuter Intoxikation durch Alkohol oder ZNS-wirksame Substanzen. Kinder und Jugendliche: Benzodiazepine dürfen Kindern nur nach einer sorgfältigen Bewertung der Notwendigkeit ihrer Anwendung verabreicht werden. Epaclob Suspension zum Einnehmen darf Kindern im Alter von 1 Monat bis 2 Jahren nur in außergewöhnlichen Situationen, wenn eine klare Epilepsieindikation vorliegt, verabreicht werden. Nebenwirkungen: Sehr häufig: Somnolenz, Erschöpfung; Häufig: verminderter Appetit, Reizbarkeit, Aggression, Ruhelosigkeit, Depression (eine bereits bestehende Depression kann demaskiert werden), Arzneimitteltoleranz, Agitiertheit, Sedierung, Schwindelgefühl, Aufmerksamkeitsstörungen, verlangsamtes Sprechen/Dysarthrie/Sprachstörung, Kopfschmerzen, Tremor, Ataxie, Mundtrockenheit, Verstopfung, Übelkeit; Gelegentlich: abnormales Verhalten, Verwirrtheitszustand, Angst, Wahnvorstellungen, Alpträume, Libidoverlust, Gefühlsarmut, Amnesie (kann mit abnormalem Verhalten verbunden sein), Gedächtnisstörung, anterograde Amnesie, Doppelbilder, Ausschlag, Gewichtszunahme, Stürze; Häufigkeit nicht bekannt: Abhängigkeit, initiale Insomnie, Wut, Halluzinationen, psychotische Störung, schlechte Schlafqualität, suizidale Gedanken. Ein Abbruch der Therapie kann zu Entzugs- oder Rebound-Phänomenen führen. Es wurde über den Missbrauch von Benzodiazepinen berichtet. Kognitive Störung, veränderter Bewusstseinszustand, Nystagmus, Gangstörung, Atemdepression, respiratorische Insuffizienz insbesondere bei Patienten mit vorbestehender Beeinträchtigung der Atemfunktion (z. B. bei Patienten mit Asthma bronchiale oder Hirnverletzung), Photosensibilitätsreaktionen, Urtikaria, Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse (einschließlich einiger Fälle mit tödlichem Ausgang), Muskelkrämpfe, Muskelschwäche, langsame Reaktion auf Reize, Hypothermie. Warnhinweise: Enthält Sorbitol (E420), Natriumpropyl-4-hydroxybenzoat (E217), Natriummethyl-4-hydroxybenzoat (E219), Himbeeraroma (enthält Propylenglykol (E1520). Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Epaclob 1 mg/ml: Verschreibungspflichtig; Epaclob 2 mg/ml Packungsgröße 150 ml: Verschreibungspflichtig. Stand: 18.05.2026. ETHYPHARM GmbH, 12529 Schönefeld
HWG-EPA-1-2-112025-01