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Heparininduzierte Thrombozytopenie Typ II

Wenn die Antikoagulation mit Heparin zu Komplikationen führt

Die heparininduzierte Thrombozytopenie Typ II (HIT II) ist eine seltene, aber lebensbedrohliche immunvermittelte Nebenwirkung, die klassischerweise mit einer Heparintherapie in Verbindung gebracht wird. [1] Sie birgt ein hohes Risiko für venöse und arterielle Gefäßverschlüsse. [2] Die betroffenen Patienten bilden Antikörper, die zu einer heparinabhängigen Aktivierung von Thrombozyten führen. Diese Thrombozytenaktivierung steigert das Risiko für die Bildung von arteriellen und venösen Thrombosen. Die HIT II führt zu einem paradoxen prothrombotischen Zustand: Der Verbrauch von Thrombozyten führt zu einer Thrombozytopenie, die jedoch nicht mit einem erhöhten Blutungsrisiko assoziiert ist. Ein frühzeitiges Erkennen ist entscheidend, um Thrombosen und Organversagen zu verhindern. [3] [4]

Typische klinische Anzeichen einer HIT II

  • Thromboembolische Komplikationen unter Heparin [6]
    • Tiefe Venenthrombosen (z.  Beinvenenthrombosen, Lungenembolien) [7]
    • Arterielle Thrombosen [6] [7]
  • Keine Blutungszeichen trotz großer Wundflächen (z.  postoperativ) [6] [7]
  • Hautläsionen an Injektionsstellen [5]
  • Hautnekrosen [5]
  • Akute systemische Reaktionen nach i.v. Heparin-Bolus [6] [7]
  • Gerinnsel in extrakorporalen Kreisläufen [8] [9]
  • Heparinresistenz [6] [7]

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ARGATRA® - Injektionslösung als Multidose oder Ready-to-use

Referenzen & Pflichttexte

  1. Ng JY, D’Souza M, Hutani F, Choi P. Management of Heparin-Induced Thrombocytopenia: A Contemporary Review. J Clin Med. 2024 Aug 9;13(16):4686.
  2. Warkentin TE, Kelton JG. A 14-year study of heparin-induced thrombocytopenia. Am J Med. 1996; 101: 502-507.
  3. Warkentin TE, Levine MN, Hirsh J, Horsewood P, Roberts RS, Gent M, Kelton JG. Heparin-induced thrombocytopenia in patients treated with low-molecular-weight heparin or unfractionated heparin. N Engl J Med. 1995; 332(20): 1330-1335.
  4. Warkentin TE Heparin-induced thrombocytopenia: pathogenesis and management. Br J Haematol. 2003; 121(4): 535-555
  5. Illes M, Klaus S, Simon JC, Treudler R. Hautnekrose als kutane Manifestation einer heparininduzierten Thrombopenie Typ II? [Dermal necrosis as cutaneous manifestation of heparin-induced thrombocytopenia II?]. 2011 Apr;62(4):290-2. German
  6. Warkentin TE. Clinical presentation of heparin-induced thrombocytopenia. Semin Hematol. 1998 Oct;35(4 Suppl 5):9-16; discussion 35-6. PMID: 9855179.
  7. Greinacher, A., Selleng K. Heparininduzierte Thrombozytopenie. Gefässchirurgie 2018; 23:193–207
  8. Ratzlaff RA, Ripoll JG, Kassab LL, Diaz-Gomez JL. Acute oxygenator failure: A new presentation of heparin-induced thrombocytopenia in a patient undergoing venovenous extracorporeal membrane oxygenation support. BMJ Case Rep. 2016;16; 2016.
  9. Karki, S., Aryal, B., Mainali, A., Uprety, N., Panigrahi, K., & Adhikari, S. (2023). Type II Heparin-Induced Thrombocytopenia: An Underrecognized Cause of Dialysis Catheter Dysfunction – A Case Report. Cureus,15.

Pflichtangaben ARGATRA® Multidose Deutschland, Stand: Oktober 2024
Fachkurzinformation (FKI) ARGATRA® Multidose Österreich, Stand: Oktober 2024

Bezeichnung des Arzneimittels: Argatra® Multidose 100 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung. Wirkstoff: Argatrobanmonohydrat. Zusammensetzung: 1 Durchstechflasche (2,5 ml) enthält 250 mg Argatrobanmonohydrat zur Herstellung einer Infusionslösung. Sonstige Bestandteile: Sorbitol (E 420i), Ethanol, Wasser für Injektionszwecke. Anwendungsgebiete: Zur Antikoagulation bei erwachsenen Patienten mit heparininduzierter Thrombozytopenie Typ II (HIT II), die einer parenteralen antithrombotischen Therapie bedürfen. Die Diagnose sollte durch den HIPAA oder einen entsprechenden Test bestätigt werden, was jedoch den Behandlungsbeginn nicht verzögern darf. Gegenanzeigen: unkontrollierbare Blutungen, Überempfindlichkeit gegen Argatroban oder sonstige Bestandteile, schwere Leberfunktionsstörungen. Nebenwirkungen: Häufig: Anämie, tiefe Venenthrombose, Blutung, Nausea, Purpura. Gelegentlich: Infektion, Harnwegsinfekte, Koagulopathie, Thrombozytopenie, Leukopenie, Appetitverlust, Hypoglykämie, Hyponaträmie, Verwirrungszustand, Schwindel, Kopfschmerzen, Synkope, Schlaganfall, Muskelhypotonie, Sprach-, Sehstörungen, Taubheit, Vorhofflimmern, Tachykardie, Herzstillstand, Myokardinfarkt, supraventrikuläre Arrhythmie, Perikarderguss, ventrikuläre Tachykardie, Hyper-, Hypotonie, Thrombose, Phlebitis, Thrombophlebitis, oberflächliche Thrombophlebitis des Beins, Schock, periphere Ischämie, periphere Embolie, Hypoxie, Lungenembolie, -blutung, Dyspnoe, Pleuraerguss, Schluckauf, Erbrechen, Obstipation, Diarrhoe, Gastritis, gastrointestinale Blutung, Teerstuhl, Dysphagie, Zungenfunktionsstörungen, anomale Leberfunktion, Hyperbilirubinämie, Leberversagen, Hepatomegalie, Ikterus, Ausschlag, verstärktes Schwitzen, bullöse Dermatitis, Alopecia, Hauterkrankungen, Urtikaria, Muskelschwäche, -schmerzen, Hämaturie, Niereninsuffizienz, Pyrexie, Schmerzen, Müdigkeit, Reaktionen an der Anwendungs- und Einstichstelle, peripheres Ödem, Laborwerte (Senkung des Prothrombinkomplexspiegels, reduzierte Gerinnungsfaktoren, verlängerte Koagulationszeit, erhöhte Werte für Aspartat- und Alaninaminotransferase, alkalische Phosphatase, Lactatdehydrogenase), Wundsekretion. Häufigkeit unbekannt: Intrazerebrale Blutung. Warnhinweise: Enthält 50 Vol.-% Alkohol. Weitere Angaben s. Packungsbeilage. Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. Nicht verwenden, wenn die Lösung trüb ist oder Partikel enthält. Verschreibungspflichtig. Pharmazeutischer Unternehmer: Zulassungsinhaber: Ethypharm SAS, 194, Bureaux de la Colline, Bâtiment D, 92213 Saint-Cloud cedex, Frankreich. Vertrieb in Deutschland und Österreich: Ethypharm GmbH, Mittelstr. 5/5a, 12529 Schönefeld, Deutschland. Pharmakotherapeutische Gruppe: Antithrombotische Mittel, direkte Thrombininhibitoren, ATC-Code: B01AE03. Abgabe: Rezept- und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten. Weitere Angaben zu Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Verwendung, Wechselwirkungen mit anderen Mitteln, Schwangerschaft und Stillzeit, Nebenwirkungen, Überdosierung, pharmakologische Eigenschaften und pharmazeutische Angaben sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen.

HWG-ARG-100-102024-01

Pflichtangaben ARGATRA® 1 mg/ml Infusionslösung Deutschland, Stand: Oktober 2024
Fachkurzinformation (FKI) ARGATRA® 1 mg/ml Infusionslösung Österreich, Stand: Oktober 2024

Bezeichnung des Arzneimittels: Argatra 1 mg/ml Infusionslösung. Wirkstoff: Argatroban-Monohydrat. Zusammensetzung: 1 Durchstechflasche mit 50 ml Infusionslösung enthält 50 mg Argatroban-Monohydrat. Sonstige Bestandteile: Sorbitol (E420i), Natriumchlorid, Ethanol, Wasser für Injektionszwecke. Anwendungsgebiete: Zur Antikoagulation bei erwachsenen Patienten mit heparininduzierter Thrombozytopenie Typ II (HIT II), die einer parenteralen antithrombotischen Therapie bedürfen. Die Diagnose sollte durch den HIPAA oder einen entsprechenden Test bestätigt werden, was jedoch den Behandlungsbeginn nicht verzögern darf. Gegenanzeigen: unkontrollierbare Blutungen, Überempfindlichkeit gegen Argatroban oder sonstige Bestandteile, schwere Leberfunktionsstörungen. Nebenwirkungen: Häufig: Anämie, tiefe Venenthrombose, Blutung, Nausea, Purpura. Gelegentlich: Infektion, Harnwegsinfekte, Koagulopathie, Thrombozytopenie, Leukopenie, Appetitverlust, Hypoglykämie, Hyponaträmie, Verwirrungszustand, Schwindel, Kopfschmerzen, Synkope, Schlaganfall, Muskelhypotonie, Sprach-, Sehstörungen, Taubheit, Vorhofflimmern, Tachykardie, Herzstillstand, Myokardinfarkt, supraventrikuläre Arrhythmie, Perikarderguss, ventrikuläre Tachykardie, Hyper-, Hypotonie, Thrombose, Phlebitis, Thrombophlebitis, oberflächliche Thrombophlebitis des Beins, Schock, periphere Ischämie, periphere Embolie, Hypoxie, Lungenembolie, -blutung, Dyspnoe, Pleuraerguss, Schluckauf, Erbrechen, Obstipation, Diarrhoe, Gastritis, gastrointestinale Blutung, Teerstuhl, Dysphagie, Zungenfunktionsstörungen, anomale Leberfunktion, Hyperbilirubinämie, Leberversagen, Hepatomegalie, Ikterus, Ausschlag, verstärktes Schwitzen, bullöse Dermatitis, Alopecia, Hauterkrankungen, Urtikaria, Muskelschwäche, -schmerzen, Hämaturie, Niereninsuffizienz, Pyrexie, Schmerzen, Müdigkeit, Reaktionen an der Anwendungs- und Einstichstelle, peripheres Ödem, Laborwerte (Senkung des Prothrombinkomplexspiegels, reduzierte Gerinnungsfaktoren, verlängerte Koagulationszeit, erhöhte Werte für Aspartat- und Alaninaminotransferase, alkalische Phosphatase, Lactatdehydrogenase), Wundsekretion. Häufigkeit unbekannt: Intrazerebrale Blutung. Warnhinweise: Enthält 0,5 Vol.-% Alkohol. Weitere Angaben s. Packungsbeilage. Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. Nicht verwenden, wenn die Lösung trüb ist oder Partikel enthält. Verschreibungspflichtig. Pharmazeutischer Unternehmer: Zulassungsinhaber: Ethypharm SAS, 194, Bureaux de la Colline, Bâtiment D, 92213 Saint-Cloud cedex, Frankreich. Vertrieb in Deutschland und Österreich: Ethypharm GmbH, Mittelstr. 5/5a, 12529 Schönefeld, Deutschland. Pharmakotherapeutische Gruppe: Antithrombotische Mittel, direkte Thrombininhibitoren, ATC-Code: B01AE03. Abgabe: Rezept- und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten. Weitere Angaben zu Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Verwendung, Wechselwirkungen mit anderen Mitteln, Schwangerschaft und Stillzeit, Nebenwirkungen, Überdosierung, pharmakologische Eigenschaften und pharmazeutische Angaben sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen.

HWG-ARG-1-102024-01